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StadtMuseum Pirna
Das im Areal des vormaligen Dominikanerklosters gelegene StadtMuseum ist eines der ältesten im Freistaat Sachsen und wurde bereits 1861 durch den Städtischen Gewerbeverein gegründet. Ab 1878 entstanden auch beim Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz museale Sammlungen zu Natur- und Volkskunde sowie zur Heimatgeschichte. Beide Bestände wurden später vereinigt, die Ausstellungen befinden sich seit 1923 im Kapitelsaalgebäude des Klosters.
Nach einer langen baulichen Instandsetzung ist das Stadtmuseum 1993 wiedereröffnet worden. Die neuen Ausstellungen sind dem Elbsandstein und der Stadtgeschichte gewidmet. Zusätzlich wurde ein Gebäuderest, der teilweise aus der Klosterzeit stammt, zum Eingangsgebäude des Museums ausgebaut. Die architektonische Lösung mit altem Mauerwerk und modernen Einrichtungen erhielt bei einem Wettbewerb den Preis des Bundesbauministeriums.
Hier zu allen Veranstaltungen des StadtMuseum Pirna.
Aktuelles
Stadtmuseum sucht Pirnaer Fluchttagebücher für Projekt auf der Leipziger Buchmesse

Während der Leipziger Buchmesse vom 21. bis 24. März präsentiert sich das StadtMuseum Pirna als Kooperationspartner des Projektes „Black Box. Woher komme ich? Wohin gehe ich?“.
Ein schwarzer Kunstraum in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofes, der symbolisch für Transport, Ankommen und Abschied steht, wird in dieser Zeit zum „Ort der Reflexion über Flucht und Heimatverlust“. Vier Tage lang planen die Veranstalter Lesungen, Podiumsdiskussionen und Musik. Gezeigt werden zudem Drei-Minuten-Dokumentarfilme (auch von Pirnaer Bürgern) mit Interviews mit Geflüchteten aus den verlorenen Ostgebieten des Deutschen Reiches, aus der DDR, Syrien, Afghanistan.
Das Stadtmuseum, das sich im Rahmen der Ausstellung zum 75. Jahrestag des Kriegsendes 2020 mit dem Thema „Kriegskinderschicksale – Dialog der Generationen“ beschäftigt, sucht dafür noch Tagebücher, in denen Fluchterfahrungen beschrieben sind. Pirnaer Bürger sind eingeladen, diese einzureichen oder selber in Leipzig daraus zu lesen. Das Stadtmuseum möchte damit aufmerksam machen, auch auf die Schicksale der Flüchtlinge heute, vor allem der Kinder.
Das Projekt möchte versuchen, die Erkenntnisse der deutschen Kriegskinder auf Ereignisse in anderen Ländern zu übertragen. Denn in jedem Land, in dem Krieg geführt wird, machen Menschen vergleichbare Erfahrungen. Anhand der deutschen Geschichte wird deutlich, wie diese Erlebnisse weiterwirken und das Zusammenleben auch künftiger Generationen prägen.
Weitere Informationen und Kontakt: StadtMuseum Pirna, Katrin Purtak, Telefon: 03501/4658332.



















