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StadtMuseum Pirna
Das im Areal des vormaligen Dominikanerklosters gelegene StadtMuseum ist eines der ältesten im Freistaat Sachsen und wurde bereits 1861 durch den Städtischen Gewerbeverein gegründet. Ab 1878 entstanden auch beim Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz museale Sammlungen zu Natur- und Volkskunde sowie zur Heimatgeschichte. Beide Bestände wurden später vereinigt, die Ausstellungen befinden sich seit 1923 im Kapitelsaalgebäude des Klosters.
Nach einer langen baulichen Instandsetzung ist das Stadtmuseum 1993 wiedereröffnet worden. Die neuen Ausstellungen sind dem Elbsandstein und der Stadtgeschichte gewidmet. Zusätzlich wurde ein Gebäuderest, der teilweise aus der Klosterzeit stammt, zum Eingangsgebäude des Museums ausgebaut. Die architektonische Lösung mit altem Mauerwerk und modernen Einrichtungen erhielt bei einem Wettbewerb den Preis des Bundesbauministeriums.
Hier zu allen Veranstaltungen des StadtMuseum Pirna.
Aktuelles
Buchpräsentation im StadtMuseum Pirna: Die Elbe. Über den Wandel eines Flusses

Im Herbst 2015 fand in Hamburg ein interdisziplinäres Symposium aus Anlass des 200. Jahrestages der Abschlussakte des Wiener Kongresses statt, welche die Schifffahrt auf den mitteleuropäischen Flüssen hinsichtlich des Handels als freies Gewerbe definierte.
Veranstalter waren das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. in Dresden und der Landschaftsverband Stade e.V. in Zusammenarbeit mit Hamburger Museen. Aus dieser Tagung ging ein in dreijähriger Redaktionsarbeit entstandener Aufsatzband hervor.
Am Dienstag, dem 20. November 2018, 19 Uhr, wird er nun im StadtMuseum Pirna erstmals in Sachsen vorgestellt.
In 28 Beiträgen werden die Veränderungen beschrieben, die der Elbstrom in seiner Gestalt und Wahrnehmung seit dem Wiener Kongress erlebt hat. Sie zeigen Zusammenhänge und Gegensätze zwischen Natur und Technik, Wahrnehmungen und Prägungen, Binnenschifffahrt und Fährbetrieb sowie die sozialen und kulturellen Formierungen. Zugleich nennen sie Akteure und politische Kontexte – Letzteres auch mit Blick auf die jahrzehntelang währende Situation des Flusses als militärisch stark gesicherte Grenze zwischen den beiden Weltsystemen. Überlegungen zu einer darauf bezogenen regionalen Literaturgeschichte vervollständigen die vielfältige inhaltliche Struktur des vorliegenden Bandes.
Das wissenschaftlich fundierte, gut lesbare Buch richtet sich an ein breites interessiertes Publikum. Es umfasst 680 Seiten mit über 240 Abbildungen und ist mit einem Festeinband ausgestattet. Zum Preis von 34,90 Euro kann es an diesem Abend erstmals erworben werden. Die Buchvorstellung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. und des StadtMuseum Pirna.



















