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StadtMuseum Pirna
Das im Areal des vormaligen Dominikanerklosters gelegene StadtMuseum ist eines der ältesten im Freistaat Sachsen und wurde bereits 1861 durch den Städtischen Gewerbeverein gegründet. Ab 1878 entstanden auch beim Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz museale Sammlungen zu Natur- und Volkskunde sowie zur Heimatgeschichte. Beide Bestände wurden später vereinigt, die Ausstellungen befinden sich seit 1923 im Kapitelsaalgebäude des Klosters.
Nach einer langen baulichen Instandsetzung ist das Stadtmuseum 1993 wiedereröffnet worden. Die neuen Ausstellungen sind dem Elbsandstein und der Stadtgeschichte gewidmet. Zusätzlich wurde ein Gebäuderest, der teilweise aus der Klosterzeit stammt, zum Eingangsgebäude des Museums ausgebaut. Die architektonische Lösung mit altem Mauerwerk und modernen Einrichtungen erhielt bei einem Wettbewerb den Preis des Bundesbauministeriums.
Hier zu allen Veranstaltungen des StadtMuseum Pirna.
Aktuelles
Radierungen und Kleinplastik von Hans Scheib ab 30. Juni im StadtMuseum

Zum ersten Mal werden in diesem Jahr die Ausstellungsstätten im Pirnaer StadtMuseum und den Bastionen der Festung Sonnenstein verbunden.
Während anlässlich des diesjährigen Skulpturensommers hoch oben über der Stadt großformatige Holzplastiken und Bronzen des Bildhauers Hans Scheib gezeigt werden, sind im StadtMuseum Pirna ab 30. Juni nun für neun Wochen 21 Grafiken des Künstlers zu sehen, die Einblick in einen zweiten, sehr eigenständigen Bereich seines Schaffens geben. In diesem Metier bevorzugt Hans Scheib die Kaltnadelradierung. Mit skizzenhaft leichter Linienführung setzt er in seinen Porträts und Tierdarstellungen Akzente, die das Wesen des Lebendigen sowohl im Menschen als auch im Tier eindrucksvoll widerspiegeln. Die Kuratorinnen Christiane Stoebe und Gisela Protze zeigen in der Ausstellung zu den Radierungen korrespondierend sensible Kleinplastiken des Bildhauers.
Hans Scheib, 1949 in Potsdam geboren und in Berlin aufgewachsen, gehört zu den wichtigsten deutschen Holzbildhauern der Gegenwart. Er studierte Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit 1976 ist er als freiberuflicher Bildhauer in Berlin tätig. Sein Werk ist in jeder Hinsicht vielfältig und findet weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Beachtung. 2014 erhielt Hans Scheib für sein umfangreiches und herausragendes Radierwerk den Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung des Berliner Kabinett e.V.
Seine Figuren in der Freiluftausstellung der Bastionen erzählen von menschlichen Ängsten und Sehnsüchten. Bemerkenswert ist, wie die im Ausdruck expressiv bis feinsinnigen, oft farbig gefassten Figuren den Dialog mit der archaischen Festungsarchitektur des Pirnaer Schlosses aufnehmen und dominieren. Der Skulpturensommer 2018 gewährt mit den beiden Ausstellungsorten einen eindrucksvollen Einblick in die Qualität und die große Bandbreite des Werkes von Hans Scheib.
Die Ausstellung im StadtMuseum Pirna kann bis zum 31. August 2018 jeden Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt
4 €, ermäßigt 3 €. Karten gibt es im StadtMuseum Pirna (03501-556 461), im TouristService Pirna (03501-556 446) sowie online unter www.ticket.pirna.de. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenfrei, der Einlass erfolgt ab 13:30 Uhr.



















