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450 Jahre Papierindustrie

Ein so genannter Papiermacherstammtisch, bestehend aus verdienstvollen Persönlichkeiten der regionalen Papierbranche, hatte es sich seit 2003 zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung dieses Industriezweiges im Pirnaer Raum zu erforschen und zu dokumentieren. Es war ihre Absicht, ein wichtiges Gewerbe, das gerade in unserer Gegend über Jahrhunderte das wirtschaftliche Leben mitgeprägt hat, von den ersten Anfängen bis zur Situation in der Gegenwart darzustellen. Dabei sollten auch die Arbeiten früherer Papiergeschichtsforscher einbezogen und deren Ergebnisse um das aktuelle Wissen ergänzt werden.
Diese Arbeit ist jetzt abgeschlossen. Die Verfasser legen eine gründlich recherchierte Publikation mit hohem dokumentarischen Wert vor. Der Umfang beläuft sich auf 148 Seiten, die mit 58 Abbildungen illustriert sind. Vorangestellt ist ein Überblick zur Geschichte der Papierindustrie vom Ursprung bis hin zu den Nachkriegsverhältnissen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. Auch die Gegebenheiten unter bundesdeutschen Verhältnissen finden Berücksichtigung, insbesondere deshalb, weil der Standort Heidenau immer eine zentrale Bedeutung hatte und auch noch hat. Im Hauptteil der Arbeit werden für den Pirnaer Raum alle historischen und derzeitigen Holzschleifereien, Zellstoffwerke, Papiermühlen sowie Papier- und Pappenfabriken und die zu dieser Branche gehörigen Einrichtungen genannt bzw. beschrieben. Je nach Quellenlage fällt das Ergebnis unterschiedlich aus. So konnten zu einigen Unternehmen trotz aufwendiger Bemühungen nur wenige, aber daher umso wertvollere Angaben gewonnen werden. Das betrifft vor allem Papiermühlen, die schon vor dem 19. Jahrhundert eingegangen oder umfunktioniert worden sind und Firmen, welche die Umbruchzeiten nach den beiden Weltkriegen nicht überstanden haben. Dieser bedauerliche Wissensverlust war für die Verfasser zugleich aber auch Veranlassung, ihre eigenen, noch vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen mit besonderer Intensität aufzuarbeiten und für nachfolgende Generationen zu dokumentieren. Das zeigt sich insbesondere in einer Beschreibung der traditionsreichen Papierfabrik in Königstein, die so umfassend noch nie publiziert wurde.
Das Stadtmuseum Pirna unterstützt seit mehreren Jahren derartige Bemühungen und hat den Autoren gern eine Publikationsmöglichkeit für ihr Manuskript geboten. Dies umso mehr, da sich auch einige Unternehmen bzw. nstitutionen der Papierbranche dem Vorhaben verpflichtet fühlten und die Drucklegung finanziell förderten.
Weitere Informationen:
Rüdiger Ocken und Helmut Cedra (Herausgeber): „Von der Mühle zur Papierfabrik – Zur Geschichte eines Produktionszweiges im Pirnaer Raum“, 148 Seiten mit 58 Abbildungen (schw./ w.), ISBN 978-3-939027-02-7
Der Preis der Broschüre beträgt 8,50 €. Verkauf ab dem 04.09.2007 im
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Stadtmuseum Pirna, Klosterhof 2, 01796 Pirna
- und im TouristService Pirna, Am Markt 7, 01796 Pirna
Bestellungen nimmt ab sofort das Stadtmuseum Pirna, Klosterhof 2, 01796 Pirna, Tel.: 03501/ 527985, Fax: 03701/ 554401, E-Mail: stadtmuseum@pirna.de Die Zusendung erfolgt umgehend und gegen Berechnung der Portogebühren.


















