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Vom Elbtal ins Gebirge – Malerei jenseits der Dresdner Romantik

Elbe bei Niedervogelgesang, Georg Siebert, Öl auf Leinwand (1953)
Wie auf zahlreichen Arbeiten in der derzeitigen Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden „Dahl und Friedrich. Landschaften" sind auch auf den in Pirna ausgestellten Landschaftsdarstellungen das Elbtal, die Sächsische Schweiz und das Böhmische Mittelgebirge immer wiederkehrende Motive. Gezeigt werden vorwiegend Gemälde aus dem 20. Jahrhundert. Anders als bei den Romantikern war die Sächsische Schweiz zu dieser Zeit auch touristisch erschlossen und wurde nicht nur von Steinbrechern, Schiffern, Waldarbeitern, Flößern und Kleinbauern bewohnt. Relativ einfach gelangten die Künstler mit der Eisenbahn in das Felsengebirge sowie das Böhmische Land und konnten leichter auf ausgebauten Wegen zu Fuß auch abgelegenere Landstriche erreichen. Einige Künstler zogen sogar auf’ s Land. Robert Sterl, Pol Cassel oder Johannes Oehme wohnten mit ihren Familien in der Sächsischen Schweiz. Durch die günstige Verkehrsanbindung blieb der lebensnotwendige Kontakt zur Kunst- und Kulturstadt Dresden erhalten. Zwar wurde die Natur durchaus bewusst als Gegensatz zur städtischen Lebensweise gesucht und wahrgenommen, jedoch – ohne die Überhöhung der Romantik – mit einer größeren Selbstverständlichkeit und mit einem stärkeren Realitätsbezug betrachtet.
Die in der Ausstellung gezeigten Gemälde sind Leihgaben aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden/Galerie Neue Meister und dem Kunstfonds, von privaten Sammlern und Nachlassverwaltern sowie Exponate aus dem eigenen Bestand. Darunter befinden sich Arbeiten von namhaften Künstlern – Gotthardt Kuehl, Robert Sterl, Wilhelm Rudolph, Johannes Beutner, Pol Cassel, Johannes Oehme, Theodor Rosenhauer, Fritz Schulze, Ernst Hassebrauk, Eva Schulze-Knabe u. a. Der weiterführende Vergleich mit Werken der Gegenwartskunst könnte die Grundlage späterer Ausstellungen sein.
Geöffnet Di – So 10 bis 17 Uhr


















