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Schule des Sehens
Klaus Drechsler ist in Pirna kein Unbekannter. Seit fast 50 Jahren ist er mit der Stadt verbunden. Mit 26 Jahren übernahm er die künstlerische Leitung des Mal- und Zeichenzirkels im damaligen VEB Strömungsmaschinenbau Pirna, die er auch für den nach der Wende gegründeten Verein bis 2006 weiterführte.
In der Mägdleinschule Pirna, dem Vereinshaus des Kuratoriums Altstadt Pirna e. V., initiierte er zahlreiche Ausstellungen. Auf starkes Interesse stießen auch seine Beiträge im Rahmen der Vortragsreihe „Meilensteine der Kunstgeschichte“. Außerdem arbeitete er von 1991 bis 2005 in der AWO mit geistig und körperlich behinderten Menschen und von 1992 bis 2010 in der Psychiatrie des Krankenhauses.
Seinen Einsatz würdigte Pirna im Jahre 2001 mit dem Kulturpreis der Stadt.

Die im Stadtmuseum Pirna gezeigten Werke stammen aus einer Schenkung des Künstlers und seiner Frau Ingrid im April 2013. Diese 37 Grafiken wurden bisher noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt.
Eine Auswahl dieser Werke ist in der neuen Sonderausstellung zu sehen. Sie zeigt einen Künstler, der sich gegenüber der Außenwelt nicht verschließt, der mit den unterschiedlichsten Menschen arbeitet, mit ihnen anteilnehmend lebt und vielen das Gefühl gibt, verstanden zu werden. Seine Arbeiten reflektieren
die ganze Bandbreite einer reichen Lebenserfahrung – Werden und Vergehen, Hoffnung und Verzweiflung, Freud und Leid. Auf eigenem Erleben und Miterleben beruhend, wird der verstehende in seinen Werken zum verständlichen Künstler. Die Grafiken aus der Schenkung geben dafür Zeugnis.


















