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Joinettes – Serviettenfaltbilder und Serviettenringe von Hanna Andrea Last
Die Papierserviette, Zierde eines schön gedeckten Tisches, avancierte so vom einfachen Gebrauchsartikel zu einem interessanten Objekt kreativer Betätigung. Für viele Joinettes verwendete die Künstlerin zwischen 12 und 20 Servietten. Einige Bilder enthalten aber auch mehr als 30, der Spitzenreiter „Arabia“ sogar 40 Servietten, was auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. In der Sonderausstellung des Stadtmuseums Pirna werden die Bildmotive thematisch nach „Erlebniswelten“ präsentiert, so gibt es zum Beispiel eine „Wasserwelt“, eine „Reisewelt“ und eine „Genusswelt“.
Mit dieser Ausstellung besucht Hanna Andrea Last, geborene Grumpelt, wieder einmal ihre Geburts- und Heimatstadt Pirna. Hier hat in den 1960er Jahren alles angefangen, mit dem Sammeln von Papierservietten, die damals mehr und mehr in Gebrauch kamen. Im Laufe der Jahre wuchsen Sammelleidenschaft und Fundus. Bald erhielt sie auch von Verwandten und Freunden schöne Stücke, besonders, wenn diese auf Reisen waren. Heute nennt Hanna Andrea Last, die in der Nähe von Hannover lebt, mehr als 9.000 Papierservietten aus dem In- und Ausland ihr Eigen, alle wohlgeordnet und katalogisiert.
Gespräche mit ihrem Vater, seinerzeit Museumsleiter in Pirna, gaben den Anstoß, eine Gestaltungsform zu suchen, die es ermöglichen sollte, die gesammelten „Schätze“ einer interressierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Kunst, vor allem grafische Arbeiten, haben Hanna Andrea Last schon immer inspiriert. Für die studierte Physikerin war die Gestaltung von Joinettes ein willkommener Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit. Sie entwickelte diese bislang einzigartige Bildgestaltung zu einer Kunst, der sie mit Leidenschaft und Engagement nachgeht. Neben der stetigen Erweiterung der historischen Sammlung von Papierservietten gilt ihr Interesse auch dem Material und Design von Serviettenringen, -ständern und -spangen. Über 300 Objekte aus mehr als 30 Ländern sind bisher zusammen gekommen. Die Ausstellung wird von einer Vielzahl an Exponaten unterschiedlichster Materialien, von A wie Alabaster bis Z wie Zinn, thematisch ergänzt.


















