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Bomben auf Pirna. Die Verwüstung der Stadt in den letzten Kriegstagen 1945

Am 19. April 1945 geriet Pirna in das Visier alliierter Bomberverbände. Auf die Stadt wurden vier Verbände mit insgesamt 115 Bombern angesetzt. Aus strategischen Gründen sollten insbesondere die Elbbrücke und das Eisenbahngelände zerstört werden. In drei Angriffswellen fielen zwischen 12.05 und 12.20 Uhr insgesamt 1178 Sprengbomben bzw. 337 Tonnen Sprenglast auf Teile der Stadt. Die heftigen Detonationen zerstörten nicht nur Elbbrücke und Eisenbahngelände. Völlig verwüstet wurden Wohngebiete im Bereich der Kloster- Brücken- und Grohmannstraße, auf Copitzer Seite insbesondere das Gebiet um Haupt- und Schulstraße sowie der Niederleithe. Es starben über 200 Menschen. Der Krieg bestimmte nun endgültig das Alltagsleben. Dennoch: Die Verwüstung der Stadt hätte noch größere Dimensionen erreichen können. Am 19. April 1945 herrschten für die Bomberpiloten gute Sichtverhältnisse, die Zielgenauigkeit war hoch. Die historische Altstadt blieb so nahezu unzerstört.
Die Ausstellung dokumentiert mit Fotografien, Augenzeugenberichten und ausgewählten Sachzeugnissen die Zerstörungen und die Konsequenzen aus dem Luftkrieg für das Leben der Bevölkerung. Die Bombardierung Pirnas steht am Ende einer Gewaltspirale, die am 1. September 1939 mit dem Angriff der deutschen Luftwaffe auf die polnische Stadt Wielun begann. Diejenigen, die die Bombendetonationen in Luftschutzkellern überlebten, konnten den 19. April bis heute nicht vergessen. Für künftige Generationen sollten die Ereignisse des Tages fester Bestandteil in der Erinnerungskultur, Anlass zum Nachdenken über die Ursachen und Auswirkungen von Krieg sein.
Geöffnet Di – So 10 bis 17 Uhr


















