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Blockheizkraftwerk in Graupa versorgt Bildungskomplex - Grundschule, Turnhalle und neue Kita erhalten energieeffizienten Strom

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Graupa wurde nunmehr das dritte stadteigene Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Es versorgt die Grundschule, die Sporthalle und die neue Kindertagesstätte. Das kleinere Kraftwerk leistet mit ca. 39 kW thermischer und 20 kW elektrischer Leistung etwa die Hälfte als das im Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium, welches ca. 83 kW thermische und 50 kW elektrische Leistung erzeugt.
Ein drittes Blockheizkraftwerk befindet sich in der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule auf dem Sonnenstein und ist mit 13 kW thermischer und 5 kW elektrischer Leistung das kleinste im Bund. Alle drei Anlagen unterstützen die Wärme- und Stromversorgung der einzelnen Gebäude an den jeweiligen Schulstandorten. Die Menge an erzeugter Elektroenergie wird dabei zum größten Anteil selbst genutzt und der überschüssige Teil in das öffentliche Energienetz eingespeist. Die dabei erzielten Vergütungsbeträge werden zum einen Teil für die Unterhaltung der Anlagen, wie Wartungen und Reparaturen, aufgewendet. Der sogenannte Gewinnanteil führt zur Senkung der Betriebskosten der genannten Schulen und entlastet damit den städtischen Haushalt. Die Aufstellung eines weiteren BHKW wird derzeit für den Schulstandort an der Roßmäßler-Straße geprüft, um die Diesterweg-Grundschule und die zukünftige neue benachbarte Kindertagesstätte zu versorgen.
Vor einer Standortentscheidung wägt die Verwaltung jeweils die wirtschaftlichen Faktoren ab, um den größtmöglichen Effekt erzielen zu können. Um zukünftig diese wichtigen strategischen Überlegungen noch intensiver vorbereiten und durchführen zu können sowie weitere Einsparpotentiale zur Senkung der Betriebs- und Wirtschaftskosten städtischen Gebäude zu ermitteln, wird die Stadt Pirna die Stelle eines Klimaschutz- und Mobilitätsbeauftragten einrichten und noch in diesem Monat ausschreiben. Die Personalstelle wird über den Zeitraum von drei Jahren mit Fördermitteln des Bundes unterstützt und soll zur Umsetzung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung maßgeblich beitragen.
Autor: Thomas Gockel, Leiter Öffentlichkeitsarbeit




