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07.12.2010, Quelle: Stadt, Kategorie: Energie/Umwelt

Kinder der Kita „Naseweis“ erobern ihr neues Domizil

Kita Naseweis

Energieeffizienter Neubau am Walkmühlenweg fertiggestellt

Am 6. Dezember 2010 begrüßte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke die Kinder der Kindertagesstätte „Naseweis“ ganz offiziell in ihrem neuen Domizil.

Das  Stadtoberhaupt überbrachte – neben kleinen Überraschungen anlässlich des Nikolaustages – einen Gutschein für den Kauf von neuen Büchern. Gemeinsam mit einem Vertreter der Bäckerinnung Sächsische Schweiz übergab er außerdem den Erlös der Stollenverkostung auf dem Pirnaer Weihnachtsmarkt am 4. Dezember 2010. Die Summe von 350 Euro soll ebenfalls der Ausstattung der Kinderbibliothek zugute kommen.

OB Hanke wünschte Kindern und Erziehern „viel Spaß beim Einzug in das neue Haus. Möge es gelingen, das sich unter diesen ausgezeichneten Bedingungen unsere Jüngsten wohl fühlen und im Laufe der Kindergartenzeit bestens auf den nächsten Abschnitt, die Schule, vorbereiten können.“

Zeitlicher Ablauf des Bauvorhabens

Im Dezember 2009 beschloss der Stadtrat eine Standortuntersuchung für die Kindertagesstätte „Naseweis“, da auf Grund von umfangreichen baulichen Problemen eine schrittweise Sanierung des asbestbelasteten Gebäudes Mozartstraße 24 nicht zur langfristigen Sicherung des Hauses führen würde. Im Juni 2009 gab der Stadtrat dann dem Kauf der Grundstücke für einen Neubau am Walkmühlenweg grünes Licht. 

Die Grundsteinlegung für den Neubau fand am 24. November 2009 statt, das Richtfest wurde am 23. April 2010 gefeiert. Die Bauzeit betrug 12 Monate. Vor einer Woche, am 29. November 2010, konnte der ASB Königstein-Pirna e.V. den Betrieb in dem Neubau am Walkmühlenweg starten. Eine offizielle Einweihung wird voraussichtlich im Frühjahr im Rahmen eines Tages der offenen Tür stattfinden.

Bauliche Besonderheiten 

Das Gebäude stellt sich als offener, heller und moderner Baukörper dar. Es ist als zweigeschossiges Gebäude, nicht unterkellert und mit Flachdach konzipiert. Der kompakte, klar gegliederte Baukörper ermöglicht eine große Flexibilität für künftige Änderungen der Nutzungsanteile von Kinderkrippen- und Kindergartenräumen. Dadurch und wegen der klar strukturierten Bauweise wird auch langfristig eine hohe Wirtschaftlichkeit gewährleistet. 

Der Neubau bietet großzügige Spielflächen für 135 Kinder. Insbesondere der erhöhten Nachfrage nach Krippenplätzen kann hier entsprochen werden.  Derzeit bietet das Haus 45 Plätze für die Ein- bis Dreijährigen und 90 Plätze im Kindergarten.

Im Erdgeschoss begrüßt ein großzügiges gestaltetes Foyer die Kinder und Eltern. Die vier Gruppenräume dieser Etage sind mit Fenstertüren zum Garten- und Spielbereich ausgestattet und untereinander verbunden. Die Spielflure sind abwechslungsreich gegliedert und vermitteln dadurch eine räumliche Lebendigkeit. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem die Ausgabeküche, der Hausanschlussraum, Technikräume, ein Kinderwagenraum im Außenbereich und das Leiterinnenzimmer.

Im Obergeschoss befinden sich sechs Gruppenräume mit den zugehörigen sanitären Einrichtungen und Garderobenbereichen sowie ein Kreativraum und der Personalbereich. Die Kinder des Obergeschosses benutzen als Zugang zum Garten- und Spielbereich den als „Gartentreppe“ ausgebildeten Fluchtweg.

Energieeffizienz des Gebäudes und der Gebäudetechnik

Durch die konsequente Anordnung der Gruppenräume nach Süden und der Nebenräume nach Norden, wird nicht nur eine hohe Aufenthaltsqualität erreicht – es wird auch das Energiekonzept wirksam unterstützt. Das sehr energieeffiziente und nachhaltige Haus ist hochwertig gedämmt und mit ökologisch unbedenklichen Materialien gebaut. Für eine gesunde Raumluft sorgt eine innovative Lüftungsanlage mit Filtern und Wärmerückgewinnung. Im Ergebnis wird bei wesentlich höheren Qualitäten für den Nutzer (z.B. kontrollierte Lüftung) der Wärmeenergiebedarf gegenüber dem bisherigen Domizil auf der Mozartstraße halbiert. Mit einem Jahresenergiebedarf von 173,5 kWh/m² pro Jahr liegt der Neubau außerdem 40 Prozent unter den gesetzlichen Vorschriften. Damit leistet dieses Objekt auch seinen Anteil am Kohlendioxid-Einsparprogramm. Es ist aber kein Passivhaus, sondern ein Niedrigenergiehaus. Für die Wärmeversorgung sorgen die Stadtwerke Pirna mit dem Blockheizkraftwerk (BHKW) des angrenzenden Geibeltbades.

Kosten des Baus

Für das Bauvorhaben standen durch die Förderung über das Programm „Konjunkturpaket II“ und zusätzliche Eigenmittel der Stadt Pirna (474.000 Euro) rund 2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe beinhaltet auch den ersten Teil der Gestaltung der Außenanlagen (einschließlich Spielterrasse hinter dem Haus und Sandkasten für die Jüngsten), die bis Ende April 2011 abgeschlossen wird.
Der zweite Teil der Gestaltung der Außenanlagen (Schaffung weiterer Spielmöglichkeiten) und die Ergänzung der Ausstattung werden nach Bestätigung des Haushalts 2011/2012 ebenfalls im nächsten Jahr erfolgen.  Hierfür sind 150.000 Euro vorgesehen.

Autorin: Sabine Schlechtiger, Pressesprecherin

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