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Pirna von A bis Z
A bis Z > SehenswürdigkeitenMägdleinschule - Kuratorium Altstadt Pirna e. V.
Kirchplatz 10
01796 Pirna
Tel.: +49 3501 528166
Fax.: +49 3501 528166
Kontakt
- Zugang zur Galerie: 19 Stufen 19,5 cm
- Galerietür: 86 cm nach innen
- Galerietür: 88 cm nach außen, Schwelle 4 cm
- Vereinsbüro, Ausstellungen, Vorträge
Zur Geschichte:
- 1465 -1. urkundlicher Nachweis der Schule an der Stelle der späteren Mägdleinschule. Jedoch war es damals noch die Knabenschule der Stadt.
- Der Unterricht der Mädchen galt als nebensächlich und als Privatsache. Aus dieser Zeit ist eine Giebelwand der Schule annähernd vollständig erhalten geblieben, mit spitzbogigen Blendnischen.
- 1539 - Einführung der Reformation führt auch zu einem Aufschwung des Schulwesens - so auch in Pirna.
- Um 1570 - Erlass einer "Schulordnung der Junckfreulein". Hauptinhalt des Unterrichts sind Religion, Beten und Singen.
- Der große Umbau von 1555 war teilweise ein Neubau auf altem Fundament. Erhalten sind die Umfassungsmauern und die profilierten Fenstergewände im Stil der Renaissance.
- 1705/08 - Erfolgt ein weiterer großer Umbau. Ausgewechselt werden das Dach sowie alle Decken. Dabei werden sämtliche Geschossebenen um 1,5 m angehoben.
- 1708 heißt es: "800 fl. bar Geld in die Mägdlein Schule verbauet".
- Wahrscheinlich weil durch Epidemien 1705 ("Kinderplattern") und 1709 die Schülerzahl stark zurückgegangen war, werden wenig später Räume im Obergeschoss verkleinert.
- Um 1800 - Endphase der Nutzung als Schule. Bemühungen um die Durchsetzung der Schulpflicht lassen die Schülerzahlen steigen. Folge: für rund 300 Schülerinnen ist nur ein einziger, 7x7 m großer Klassenraum vorhanden und um 1820 gewöhnlich mit über 90 Mädchen gleichzeitig belegt (!).
- Organist Roesger ist der einzige Lehrer (!), seine Wohnstube im 1. OG muss er als "Oberschule" für die Töchter der Honoratien nutzen, das 2. OG dient seiner Familie als Wohnung.
- Gleichzeitig starke Bauschäden. 1824 beschreiben Ratsbaumeister Risse und Setzungen und sagen den Einsturz des Hauses voraus: "wie nahe oder entfernt aber dies noch ist, lässt sich bey so einem alten Gebäude nicht beurtheilen".
- 1824 - Gegen Ende des Jahres Räumung des Hauses, damit Ende als Schule. In den Folgejahren entscheidende Verbesserungen durch Schulneubau am Klosterhof.
- 1829 - Die alte Schule wird an den Meistbietenden versteigert. Jetzt Umbau zum privaten Wohnhaus, Neueinziehen von Wänden, neue Treppe, der Hauseingang wird an den Kirchplatz verlegt (bis dahin stets zum Schulgässchen), die schöne zweiflüglige Haustür, lt. einer Inschrift im September 1829 eingebaut, ist bis heute erhalten.
- Um 1870 - wird das Dachgeschoss ausgebaut.
- 20. Jahrhundert - Mietshaus. Nachlassende Baupflege, wenig und zuletzt keine Instandsetzung mehr. Das Haus gelangt schließlich in den Besitz der Kommunalen Wohnungsverwaltung.
- 1977 - Ende als Mietshaus, Wasser dringt bis ins Erdgeschoss, Fäulnis. Teile des Dachstuhles und des Gewölbes im Erdgeschoss stürzen ein.
- Nach 1990 - Notdürftige Sicherung gegen drohenden Absturz von Bauteilen, doch die Schäden schreiten weiter voran.
- 1996 - Sperrung des Kantorgässchens wegen Einsturzgefahr des Hauses. Das Kuratorium Altstadt kauft das Haus.
- 1997-2000 - Sanierung des Hauses und Wiedereröffnung als Vereinshaus.
Anbindung ÖPNV
Linie: alle Linien, Regionalbahn
Haltestelle: ZOB, Zentralhaltestelle Breite Straße, Robert-Koch-Straße, Bahnhof Pirna
Öffnungszeiten
Di
14–17 Uhr
Mi 14–17 Uhr
Do 14–17 Uhr
Mi 14–17 Uhr
Do 14–17 Uhr

